Schul-Einzugsbereiche: In Kästorf ist noch vieles offen

AZ 11.05.17
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Ortsrat gibt nach Diskussion keine Beschlussempfehlung

Neue Einzugsgebiete für die Isetal-Schule: Der Kästorfer Ortsrat mochte da noch keine Beschlussempfehlung formulieren.

Kästorf. Zwei Einzugsbereiche für Gifhorns Grundschulen – Kernstadt und Ortsteile – bilden: Über diesen Antrag der Gruppe Grüne/CDU wurde am Montagabend im Ortsrat diskutiert. Eine Beschlussempfehlung gab‘s nach halbstündiger Debatte nicht. Offene Fragen sind zu klären, eine Steuerungsgruppe der Schule soll eingebunden werden, eine schriftliche Stellungnahme der Verwaltung ist nötig, befand der Rat.

„Wir wollen mit diesem Antrag sicherstellen, dass die Schulinfrastruktur auch in den Ortsteilen erhalten bleibt“, bezog Willy Knerr (CDU) Position. Durch ein starkes Wachsen in Gamsen werde dort in Zukunft Schulraum benötigt, der in Kästorf zur Verfügung stehe, so der CDU-Mann.

„Bis 2013/14 hatten wir für jede Grundschule einen Schulbezirk“, blickte Karsten Lauterbach von der Stadtverwaltung zurück. Eltern hätten jedoch immer häufiger Ausnahmeanträge gestellt – oftmals habe es bis zu 80 Ausnahmeanträge für eine Schule gegeben, deren Bearbeitung mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden gewesen sei.

Folge sei dann die Aufhebung der Schulbezirke im Kernstadtbereich gewesen, erinnerte Lauterbach.

Für die Kästorfer Grundschule habe es für das Schuljahr 2016/17 vier Abgänge und vier Zugänge gegeben. „Ähnlich sah es auch in den Vorjahren aus – es ist ein Nullsummenspiel“, bezog Lauterbach Position. Rechtlich sei es jedoch möglich, die drei Grundschulen in Wilsche, Gamsen und Kästorf in einen Schulbezirk zusammenzulegen.

Die Befürchtung von Ortsbürgermeister Jürgen Völke (ULG), der von einem „Leerlaufen der Isetal-Schule“ sprach, teilte Lauterbach nicht. Für das Schuljahr 2018/19 sei eine Zweizügigkeit prognostiziert, die sich stabilisieren werde.

„Wir sind uns noch nicht darüber einig, was der richtige Weg ist“, sah Völke weiteren Beratungsbedarf. Auch in den anderen Ortsteilen werde der Antrag skeptisch gesehen. Einen „Holterdiepolter-Beschluss“ werde man nicht fassen, so Völke. Knerr lenkte daraufhin ein: „Wir beschließen heute nicht.“ust

Bürgerpreis vergeben

Ausgezeichnet: Kästorfs Ortsbürgermeister Jürgen Völke mit Anneliese Harms (l.) und Claudia Zyla.

Sich für die Ortschaft und die Bewohner einsetzen: Dieses Engagement würdigte der Kästorfer Ortsrat jetzt erneut mit der Verleihung des Bürgerpreises 2017. Nach der Ortsratssitzung, die am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus stattfand und von runf 30 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern verfolgt wurde, zeichnete Ortsbürgermeister Jürgen Völke (ULG) gleich zwei Kästorfer Frauen aus.

Spartenleiterin Claudia Zyla vom SSV Kästorf wurde mit dem Bürgerpreis geehrt. Völke stellte ihre „hervorragenden Leistungen“ insbesondere für das Kinderturnen heraus. Innovative Ideen, Teamgeist und Begeisterungsfähigkeit zeichneten Zyla aus.

Für ihr ehrenamtliches Engagement innerhalb des Ortes erhielt auch Anneliese Harms den begehrten Preis. Harms sei im Hintergrund tätig und immer da, wenn sie gebraucht werde. Die Pflege des Ortseinganges am Begrüßungsschild gehöre zu ihren Aufgaben. „Sie ist seit vielen Jahren beim Erntefest aktiv dabei, übernimmt Fahrdienste im Ort und hat den Ortsrat bei der Umgestaltung der Kapelle unterstützt“, lobte der Kästorfer Bürgermeister.

Der Feierstunde schloss sich ein geselliges Beisammensein mit Imbiss an.ust

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