Pferdeleistungsschau auf dem Friederikenhof

Kästorf: Glückliche Kreismeister und eine starke Alma-Mara Hagemann
Viel Lob für PSG am Masthoop – „Ein Turnier von Reitern für Reiter“

Erfolgreichste Springreiterin des Turniers: Alma-Mara Hagemann vom RFV Hankensbüttel gewann auf Sylvia H (im Bild) beide Klasse-M-Springprüfungen und zudem auf Shine on Silas die Springpferdeprüfung der Klasse A. Torben Niehs (2)

Kästorf. Der Friederikenhof von Heidrun Meyer-Laszny in Gifhorn-Kästorf, auf dem auch die PSG Am Masthoop zu Hause ist, entwickelt sich immer mehr zu einem Pferdeleistungszentrum, denn mittlerweile steht auf dem großen Gelände auch die zweite Reithalle kurz vor der Fertigstellung. Grund genug, nach einem Jahr Pause, hier wieder die Kreismeisterschaften der Dressur- und Springreiter des Kreisverbandes (KRV) Gifhorn im Rahmen einer Pferdeleistungsschau durchzuführen. Hatte das regnerische, kühle Wetter dem Veranstalter am Samstag noch einen Strich durch die Rechnung gemacht, strömten am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein viele Zuschauer auf das Turniergelände.

Die Geschäftsführerin des Kreisreiterverbandes, Carmen Bartels aus Bokel, die gleichzeitig die Meldestelle leitete, hatte mit ihrem Team alle Hände voll zu tun, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Letztlich gab’s auch dank des großen Engagements von der Turnierleitung um Heidrun Meyer-Laszny und Tochter Carolin Germer, die mit ihrer Mannschaft alles im Griff hatten, zufriedene Gesichter auf allen Seiten. Die Kreisstandarte für die erfolgreichste Mannschaft ging in diesem Jahr wieder an den RFV Papenteich Meine mit Mannschaftsführerin Marie Luise Dralle, Belissa Müller-Winterscheid, Zoe Junghans, Merle Hansen sowie Lea Mallin Brackel – und damit auch der erstmals ausgelobte Jens-Hagemann-Pokal.

Alex Junghans vom Pferdezuchtverein Ahnsen hielt, stellvertretend für den erkrankten Vorsitzenden des KRV Gifhorn, Oliver Baake, einen Nachruf auf den im letzten Jahr viel zu früh verstorbenen Vorsitzenden des Pferdezuchtverbandes Wittingen, Jens Hagemann, dem dieser Pokal als Erinnerung gewidmet ist. „Seine warmherzige Art und seine fachmännische Sichtweise werden uns fehlen. Jens war ein Vorbild für Kameradschaft, Verantwortungsbewusstsein und Geradlinigkeit“, so Junghans. Die Witwe, Gundi Hagemann, überreichte den Wanderpokal danach an die siegreiche Mannschaft. Silber holte der RFV Isenhagener Land, Bronze ging an den RFV Hankensbüttel.

Die Siegerehrung der neuen Kreismeister in den Einzelwertungen hielt manche Überraschung parat. So sicherte sich Uwe Niefindt, gleichzeitig auch Vorsitzender des PJRFV Knesebeck, auf Coco Cabana in der LK 3+4 Springen die Goldmedaille. Niefindt: „Ich bin sehr stolz auf diesen Kreismeistertitel für meinen Verein und bedanke mich bei Züchter Hinrich Bartels aus Knesebeck für dieses tolle Springpferd.“

In der Leistungsklasse 5 siegte Katharina Hoppe (RV Barwedel) auf Cyrijel, in der LK 6 Ronja Harms (RV Pferdefreunde Müden) auf Montenegro. Bei den Dressurreitern ging in der LK 3+4 Gold an Nadine Funke (RV Barwedel) auf Huge Boy. In der LK 5 sicherte sich Catharina Heyne (RSG Sassenburg) auf Haakon den Titel. In der LK 6 ging Platz eins an Kathleen Bruch (RFV Altendorf) auf Graf Jonny.

In den 34 Spring- und Dressurprüfungen gab es ebenfalls viele Überraschungen. Richter Ralf Müller: „Wir haben ein sehr gemischtes Teilnehmerfeld gesehen und konnten feststellen, dass hier schon ein hohes Niveau in allen Klassen von A bis M geritten wird. Ich komme immer gern nach Kästorf, weil hier noch eine familiäre Atmosphäre herrscht. Das ist ein Turnier von Reitern für Reiter!“

Hohe Anforderungen stellte Parcours-Chef Tammo Ibershoff aus Wolfenbüttel in den beiden Springprüfungen der Klasse M. In der ersten wie auch in der zweiten abschließenden Prüfung des Tages siegte Alma-Mara Hagemann vom RFV Hankensbüttel auf Sylvia H fehlerfrei vor der Konkurrenz. Richter Friedhelm Schaper, Beauftragter der Landeskommission Hannover, war restlos begeistert: „Diese junge Frau hat den Siegeswillen in den Reitstiefeln und reitet von Erfolg zu Erfolg!“ Alles in allem waren die Voraussetzungen für Pferde und Reiter auf dem Friederikenhof hervorragend.

AZ 28.08.18

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