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Hallo Kästorf

 Moin Moin,

der Mai, wohl mit der schönsten Monat im Jahr. Herrlich anzusehen wie die Natur explodiert, wenn man sich Zeit und Muße nimmt und das liebe Kästorfer und Kästorferinnen macht bitte, versucht euch mehr Zeit für eure Umwelt nehmen.

 

Zu bewundern war auch, dass nach einigen Jahren unsere Allerzeitung der Ortsratssitzung beiwohnte und es am Samstag dazu einen Bericht in der AZ gab, vielleicht ein Ausrutscher? oder ein einsehen bei den Redaktionen, das gelebte Demokratie ganz unten beginnt, nämlich im Dorf und die Bürger möchten gern auch darüber lesen.

 

 

AZ vom 30.05.26

Ein Eigenheim – davon träumen viele Bauwillige. Auch in Kästorf hatten Bauwillige das vor. Zumindest noch vor mehreren Jahren. Doch das Projekt zieht sich. Wie steht es um das Baugebiet - und was ist geplant? 

Kästorf: Wohngebiet „Am Kindergarten“

Je nach letztlicher Grundstücksgröße soll das Baugebiet wohl wenigstens drei Doppelhäuser, acht barrierefreie Bungalows und acht Tiny Houses umfassen. Zentrale Stellplätze sind entgegen der ursprünglichen Idee nicht mehr vorgesehen. „Jeder kann vor seiner Haustür parken“, sage Gifhorns Stadtplanerin Maike Klesen auf der Ortsratssitzung. Die Straße im Baugebiet soll öffentlich gewidmet werden. Das biete zwei Vorteile: „Die Müllabfuhr fährt bis zu allen Grundstücken und die Straßenunterhaltung wird leichter“, sagte sie. Denn es gibt nur eine Eigentümerin (Stadt Gifhorn) und nicht 19 oder mehr. 

Auch habe man inzwischen ein Gutachten zur Versickerungsfähigkeit des Bodens erstellen lassen, sagte Stadtplanerin Maike Klesen. Demnach müsse man angrenzend ans Gebiet ein Regenrückhaltebecken bauen. Das soll möglichst nordöstlich entstehen. Carolin und Stefan Germer waren davon ein Stück weit überrascht, denn besagte Fläche ist in ihrem Eigentum - und: „Mit uns gab es bisher nur ein Gespräch. Das ist aber anderthalb Jahre her“, sagte er. Damals habe es geheißen, man würde ihnen in „sechs bis acht Wochen“ einen Entwurfsplan zukommen lassen. „Da warte ich heute noch drauf“, wunderte sich Stefan Germer. Und Carolin Germer, immerhin Mitglied des Ortsrates, sah den Plan „heute zum ersten Mal.“

Ortsbürgermeister Jürgen Völke erinnerte die Stadtverwaltung derweil daran, dass „wir uns seit 2019 mit dem Baugebiet befassen“. Er habe lange geglaubt, das Projekt vor Ende der aktuellen Wahlperiode (September 2026) abschließen zu können, zumal es - zumindest vor sieben Jahren - viele Bauwillige gegeben habe. Nun hoffe er, dass es wenigstens gelingt, vor der Sommerpause die nächsten Schritte zu machen, sprich: „Wir sollen mit einer neuen Bürgerversammlung das derzeitige Interesse am Baugebiet klären“, sagte Völke.

Verkehrslärm

Bereits Ende 2024 hatte Kästorfs Ortsrat die Stadtverwaltung beauftragt, den Verkehrslärm auf der Hauptstraße ermitteln zu lassen. 2025 ging der Auftrag raus, nun lagen Ergebnisse des kostspieligen Gutachtens vor. Demnach würden die Grenzwerte der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung in Mischgebieten an der Hauptstraße sogar um zehn Dezibel unterschritten und in Wohngebieten zumindest noch um ein paar Dezibel, sagte Stadtplanerin Maike Klesen. Ihr Fazit: „Nirgends ist die Voraussetzung erfüllt, verkehrsberuhigende Maßnahmen auf Grund von Lärm zu ergreifen.“

Auch Photovoltaik auf Freiflächen, Bauplätze am Kindergarten, Verkehrslärm auf der Hauptstraße und das Dorfjubiläum 2027 - waren Themen in Kästorfs jüngster Ortsratsitzung. Zudem verlieh das Gremium um Ortsbürgermeister Jürgen Völke den Bürgerpreis 2025.

Fotovoltaik

Gifhorns Stadtverwaltung habe eine „Vielzahl“ möglicher Freiflächen hinsichtlich ihrer Eignung für Photovoltaik geprüft, berichtete Maike Klesen. Die Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung erläuterte, dass man sich für die Änderung des Flächennutzungsplanes dann auf jene Areale beschränkt habe, über die Gifhorns Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (GEG) verfügen kann. Übrig blieben so eine Fläche nördlich der Diakonischen Betriebe in Kästorf und eine weitere im Clausmoor. Die beabsichtigte Planänderung wolle man nun zwecks Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger veröffentlichen. Zudem sollen die Trägerinnen und Träger öffentlicher Belange gehört werden, sagte sie. Der Ortsrat stimmte dem geschlossen zu.

Bürgerpreis geht an Kerstin Böttger

Den Bürgerpreis 2025 verlieh Kästorfs Ortsrat an Kerstin Böttger aus dem Vorstand der Siedlergemeinschaft Gamsen-Kästorf für nunmehr 30-jähriges ehrenamtliches Wirken und an Jörg Fehlhaber, Jugendleiter des SSV Kästorf. Beide hätten die Auszeichnung „ausdrücklich verdient“ - und: „Wir bräuchten viel mehr Menschen wie euch, die sich so sehr für die Gemeindschaft einsetzen“, meinte Ortsbürgermeister Jürgen Völke. Zum Beispiel fürs kommende Jubiläum.

Runder Geburtstag

Denn Kästorf wird 2027 stolze 875 Jahre alt. Derzeit überlege man noch, wie groß man es feiern wolle, sagte Carolin Germer (ULG). Angedacht sei bisher, die Dorfchronik fortzuschreiben und einen Dorfmarkt zu veranstalten. Die Planung des Festjahres möchte man letztlich einem noch zu bildenden Komitee überlassen. „Das hat sich auch beim Erntefest bewährt“, sagte Germer. Ideen und Wünsche können aber schon jetzt an den Ortsrat herangetragen werden.

 

Eine schöne Woche wünscht 

Redaktion Kästorf